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Wintersport im Außerfern

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Offline Kalle Eberle

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    • das 'alte' Außerfern
Innsbrucker Nachrichten vom 3. März 1930

Wintersport im Außerfern. Aus Berwang wird uns geschrieben: Auch in unserem kleinen Orte hat sich der Wintersport mächtig entwickelt. Überall sind Skifahrer an der sportlichen Arbeit. Zur Zeit befinden sich an­nähernd 600 Wintersportler in Berwang aus Berlin, Stuttgart und München. In Berwang befinden sich zwei eingerichtete Hotels, Singer und „Kreuz", zwei gut modern eingerichtete Gasthöfe „Edelweiß" und „Rose, und die neue Pension „Egghof". — Für den kommenden Sommer sind wieder einige Hausbauten in Berwang für reichsdeutsche Gäste in Aussicht genommen und man spricht auch vom Bau zweier Hotels, von denen ebenfalls noch im heurigen Jahre eines zu bauen angefangen werden soll.
Berwang hat als Wintersportort eine schöne Zukunft zu erwarten, denn die Wintergäste von Heuer kommen, wie man von ihnen hört, auch in den kommenden Jahren wieder. — Berwang weist aber leider auch zwei Uebelstände auf, über die sich die Fremden beklagen. Das ist die schlechte Postverbindung: die Briefpost, die in Berwang abgeht, soll nach Aussage der Fremden oft erst in vier bis fünf Tagen in Deutschland eintreffen, weil sie ihren Weg über Innsbruck nimmt, anstatt daß sie gleich in Garmisch zur Weiterbeförderung übergeben wird. Der zweite Uebelstand ist das Fehlen von Jausenstationen in den umliegenden Fraktionen der Gemeinde Berwang. Nur Rinnen hat einen kleinen Gasthof, aber auch dort können kaum zehn Personen einen Imbiß oder Kaffee erhalten.


der Alpengasthof und die Pension Kreuz in Berwang - Foto: Ludwig Reiter - ca. 1940


 


 

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