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Verbrecher-'Schutzhütten'

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Offline Kalle Eberle

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    • das 'alte' Außerfern
Angelehnt an den Beitrag aus: Der Abend vom 28. Juni 1933

Ein Gerichtsspruch des Bezirksgerichts Reutte sorgt im Mai / Juni des Jahres 1933 für Aufsehen. Über das Lechtaler-Haus bei Stockach wird gegen die Besitzer - dem Deutschen Jugendherbergsverband - eine einstweilige Verfügung verhängt. Die vormalige Besitzerin - die Vereinigung der Naturfreunde - war formal von der neuen deutschen Reichsregierung enteignet worden und befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Auflösung.

Man war der Meinung, von diesem Vorgehen könnten weitere Schutzhäuser betroffen sein, nämlich die Marienberghütte, die Musauer Alm, das Säulinghaus und die Erla-Alm in den Kitzbühler Bergen.

Man befürchtete, die Schutzhütten würden in kürzester Zeit zu Schlupfwinkeln von Naziverbrechern werden, es würde ein unkontrollierbarer Menschenschmuggel vor sich gehen, der die österreichische Regierung in die größten Schwierigkeiten versetzen würde.

Die Bedenkenträger jener Tage sollten leider Recht behalten...

Marienberghütte in den frühen 1930er Jahren


 
« Letzte Änderung: 04.07.2021, 19:45:28 von Kalle Eberle »


 

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