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Die adeligen Herren von Indermaur

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Offline Kalle Eberle

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    • das 'alte' Außerfern
Ausserferner Nachrichten vom 31. Mai 1958
Die Indermaur sollen aus der Schweiz stammen und dort das Zentgrafenamt bekleidet haben. Schon um 1400 adelig, tauchten sie im 14. Jahrhundert in Tramin auf, erhielten am 23. Oktober 1491 eine Wappenbestätigung und wurden später öfters geadelt.

Vom Jahre 1731 an wurde dem jeweiligen Pfleger von Reutte, also dem zivilen Verwaltungschef, ein höherer Offizier als militärischer Festungskommandant beigegeben. Neben dem Pfleger Johann Gaudenz von Rost diente im Jahre 1725 Christof Dominik von Indermaur zu Strelburg und Freifeldt als Kommandant der Feste Ernberg. Er war 1680 geboren, kämpfte unter dem Prinzen Eugen und dem Grafen von Daun gegen die Türken, wurde 1722 kaiserlicher Hauptmann im Regimente zu Fuß (Graf Seckendorf) Nr. 18, "verkaufte" im Mai 1724 seine Kompagnie dem Hauptmann Valsassor und wurde im Juli 1724 Oberstwachtmeister. Im Jahre 1735 finden wir ihn als Oberstleutnant und Festungskommandanten in Reutte; er starb 1764.
Am 5. Oktober 1726 wurde ihm in Reutte von seiner Gattin (Kusine) Maria Anna von Indermaur ein Sohn gebohren, der aber schon am 2. Februar 1727 in Reutte starb. Ein Epitaph in der Totenkapelle der Pfarrkirche soll an ihn noch erinnern.
Ignaz Alois Anton von Indermaur, geb. am 31. Juli 1759 in Landeck, vermählte sich (2. Ehe) am 23. Jänner 1793 in der Franziskanerkirche zu Reutte mit Rosine Freifrau von Madruzzo (geb. 1762, gest. 1839). Er wurde später Landvogt von Vorarlberg und Kreishauptmann in Bregenz. Am 10. August 1796 wurde er von den aufständischen Vorarlberger Bauern im Kloster St. Peter bei Bludenz grausam ermordet und im Nonnenkloster begraben.
Granichstaedten
« Letzte Änderung: 06.03.2021, 19:28:34 von Kalle Eberle »


 

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