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Hochdruckwasserleitungen in Außerfern

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Offline Kalle Eberle

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    • das 'alte' Außerfern
Aus: Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 26. Feb. 1910

In diesem Gebiete macht sich jetzt ein reges Bestreben auf Errichtung von Wasserleitungen geltend. Teils sind es Herstellungen von neuen Hochdruckleitungen und teils weitere Ausgestaltungen. Voran gehen die Gemeinden Nesselwängle und Lermoos mit der Anlage neuer Hochdruckleitungen. Es ist selbstverständlich, daß den Gemeinden ein solches Bestreben nur dann möglich ist zur Ausführung zu bringen, wenn sie hiebei auch die Unterstützung des Reiches und Landes finden.
Es ist besonders schwer, groß angelegte Unternehmungen dieser Art. wie dies z. B. in Lermoos der Fall ist, bei der gegenwärtigen Knappheit von Mitteln sowohl im Reiche, wie im Lande durchzubringen. Den wiederholten Vorstellungen unseres Abgeordneten P. Unterkircher ist es gelungen, für die Leitung in Nesselwängle einen Beitrag von 4500 K und für jene in Lermoos einen solchen von 12.000 K vom k. k. Ackerbauministerium zu erwirken. Es steht weiters zu erwarten, daß zu diesem Beitrage von zusammen 16.500 K nun auch noch das k. k. Ministerium des Innern einen Beitrag leisten und schließlich auch noch das Land aus seinem Kredite zu diesem Zwecke eine Zuwendung machen wird. Die nächstfolgenden Leitungen sind jene von Häselgehr, Höfen und Forchach, von denen bei den zwei ersteren die gesamten Vorerhebungen auch bereits ihrem Abschlusse nahekommen. Der Weg ist mitunter infolge von mannigfachen Schwierigkeiten ein harter, aber die obigen Beispiele bezeugen wieder, daß man mit Ausdauer und Zielbewußtheit doch zu einem günstigen Resultate gelangt.


ein Haus bei Lermoos etwa 1910 - Foto: privat


 


 

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