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die Überführung

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Offline Kalle Eberle

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    • das 'alte' Außerfern
Heute lässt es sich bequem über das Hahntennjoch fahren. Seit 1969 verbindet diese Passstraße das Lech- mit dem Inntal und dient in den Sommermonaten Radfahrern, Motorradfahrern und PKW-Lenkern in großer Zahl als Freizeit- und Stau-Ausweichstrecke. Das einst beschauliche und stille Leben in dem Bschlabertal erlangte dadurch zwar eine Erleichterung des täglichen Lebens, mit im Paket befand sich aber auch eine gehörig laute Geräuschkulisse. Von dem vorhergehenden stillen, aber auch ungleich beschwerlicheren Alltag berichtet dieser Zeitungsartikel:

Aus: Innsbrucker Nachrichten vom 12. April 1924

Unglücksfall. In Pfafflar-Boden brach sich der verheiratete Bauer Anselm Perl bei der Holzarbeit den rechten Unterschenkel. Der von Elbigenalp herbeigerufene Gemeindearzt legte dem Verunglückten einen Notverband an und veranlaßte die Ueberführung in die Innsbrucker Klinik. Donnerstag, den 10. April, fand nun die Ueberführung statt. Bis zum zirka 1800 Meter hohen Hahntennjoch wurde der Verunglückte teils mit Schlitten, teils mit Tragbahre von zehn Männern hinaufgeschafft und dann wieder hinunter gegen Imst heraus. Da der Schnee nur teilweise nicht durchbrach, gestaltete sich die Bergung äußerst langwierig und ermüdend. Um 7 Uhr früh ging der Transport in Pfafflar ab und erst gegen 1 Uhr nachmittags erreichte man Imst und die Bahnstation.

an der Straße nach Bschlabs, Boden und Pfafflar (Hahntennjoch) - 70er / 80er Jahre - Franz Milz


 


 

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