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Das Wild als Opfer der Kälte (1929)

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Offline Kalle Eberle

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    • das 'alte' Außerfern
Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 13. Feb. 1929

Die andauernde Kälte vernichtet heuer völlig den Wildstand, der ohnehin in der Nachkriegszeit durch die Wilderer stark gelichtet wurde. Zahlreiche verendete Hirsche, Rehe und Gemsen werden angetroffen und die Fütterung nützt nichts.

Im Hofe des Gasthofes Weißhaus fand man ein verhungertes Reh. Grenzbeamte stießen auf einen ganz entkräfteten Hirschen, brachten ihn ins Zollgebäude und versuchten ihn am Leben zu erhalten, aber vergebens. Im oberen Lechtale schätzt man die Zahl der an Kälte und Hunger zugrunde gegangenen Hirsche auf mindestens fünf Dutzend. — Auch sonst bringt die Kälte nicht unbedeutende Störungen mit sich, insbesondere bei Licht- und Fernleitungen.

Sogar der Bahnbetrieb Reutte—Innsbruck ist gefährdet, ebenso die Wasserversorgung. Viele Brunnen und Leitungen sind eingefroren.


Bild: der Hirsch im Winter - aus "Die Gartenlaube" (1857)

 
« Letzte Änderung: 16.08.2021, 18:33:45 von Kalle Eberle »


Offline Astrid Kröll

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Für mich sehr interessant, dass sich nichts darüber in den Gemeindeprotokollen und auch nicht in den Unterlagen zur Jagdgeschichte von Pflach findet ...


Offline Kalle Eberle

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    • das 'alte' Außerfern
Für mich sehr interessant, dass sich nichts darüber in den Gemeindeprotokollen und auch nicht in den Unterlagen zur Jagdgeschichte von Pflach findet ...

Das ist in der Tat erstaunlich, da diese Zeitungsmeldung auch nicht allein steht - es gibt noch andere ähnlich lautende Artikel (muss nochmal schauen, ob die anderen Meldungen von jeweils anderen Zeitungen oder immer von derselben stammen?)


 

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